Was ist Körperpsychotherapie?

Energetische Körperpsychotherapie ist ein tiefenpsychologischer Prozess. Darin nutzt du die Fähigkeit deines Körpers, sich zu erinnern. Auf diese Weise kannst du auch tiefliegende Verletzungen aufspüren und sie bewusst integrieren.

Fast alle Muster in unserem sozialen Handeln lassen sich auf tiefgreifende Erfahrungen in unserer Kindheit zurückführen. Diese sogenannten Entwicklungstraumata sitzen wie Todesangst in unserem Körper und steuern unser Nervensystem. Sich ihnen zu stellen kann tatsächlich überwältigend sein. Die Integration von Entwicklungstraumata benötigt deshalb nicht nur Mut, sondern auch Zeit, Vertrauen, Übung und Beziehung.

Körperpsychotherapie ist wie eine immerwiederkehrende Flut, die Emotionen nach und nach an die Oberfläche spült. Dort angekommen können sie wahrgenommen, untersucht und integriert werden. Dadurch schafft Körperpsychotherapie Klarheit. Sie räumt auf, befreit dich von alter Last und holt dich auf den Boden der Tatsachen. Und Körperpsychotherapie aktiviert deine Lebensgeister, macht dich mutig und aktiv, weich und gefühlvoll. Die entstehenden Veränderungen fordern dich schließlich auch heraus in Verantwortung zu treten und dein Leben in die Hand zu nehmen. Freiheit schafft immer auch Verantwortung.

Was bringt Körperpsychotherapie?

Körperpsychotherapie ist eine emanzipatorische Entwicklung.

Du lernst deine Wahrheit zu sprechen, für sie einzustehen und mit dir verbunden zu bleiben, egal was andere machen. Zudem erlangst du Bewusstheit über deine Prozesse, trittst wach ins Leben und in Kontakt zu anderen Menschen. Wir üben quasi einen neuen Bewusstseinszustand, nämlich dich selbst als bewussten Zustand. Das befreit dich davon irgendetwas so tun zu müssen, als wärst du getrieben. Stattdessen stehst du plötzlich vor der Herausforderung dein Leben selbstverantwortlich, kreativ und nach deinen eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Damit musst du andere nicht mehr für dein Leben verantwortlich machen. Hast du erst losgelassen von alten Speichern (Denk-)Mustern, entsteht vor allem Raum, der von dir gestaltet werden will. Das kann erst mal einschüchtern. Doch wir üben in der Körperpsychotherapie auch Bedürfnisse klarer zu spüren und das hilft zu erkennen was du willst und deine Freriheit für dich sinnvoll zu nutzen. Deine neu gewonnene Lebensenergie hat Lust sich in der Welt auszubreiten. Sie will leben!

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Wie läuft eine Sitzung ab?

Jeder Mensch ist einzigartig und somit ist jeder therapeutische Prozess und jede Sitzung anders. Trotzdem gibt es einen groben Ablauf, der jeder Sitzung zugrunde liegt:

1. Start: Wir beginnen immer mit dem, was gerade da ist.

In der Regel starten wir mit einem Gespräch. Wie geht es dir? Was beschäftigt dich? Wie waren die letzten Tage oder Wochen? Was steht die nächsten Tage oder Wochen an? Dieses lose Gespräch dient uns zur Einstimmung und, um beieinander anzukommen. Außerdem lernen wir uns so besser kennen. Das ist eine wichtige Basis für die gemeinsame Arbeit. Im Anschluss vertiefen wir das Gespräch in eine Thematik, die vielleicht bereits aufgetaucht ist, oder, die du als Thema mitgebracht hast. Ich frage im Zweifel nach, ob das worüber wir sprechen, das Thema ist, mitdem du dich beschäftigen möchtest. So hast du die Möglichkeit bewusst zu entscheiden, in welche Richtung die Sitzung gehen soll.

Du kannst zu jeder Zeit bestimmen womit wir uns beschäftigen.

Manchmal stellt sich auch erst im Laufe der Sitzung heraus, dass es eigentlich um etwas ganz anderes geht. Das ist ok. Du bist zu jeder Zeit frei zu bestimmen womit wir uns beschäftigen wollen. Es ist deine Sitzung! Gleichzeitig musst du aber auch nicht immer genau wissen was du willst und was das „Problem ist“. Es kann auch Teil des gemeinsamen Prozesses sein, herauszufinden was die Themen sind, die hinter deinem Impuls lagen, zu mir zu kommen.

2. Prozess: Der Körper ist Teil unserer Unterhaltung. Wir üben gemeinsam ihn zu Wort kommen zu lassen.

Nachdem wir eine gemeinsame Idee davon bekommen haben, in welche Richtung die Reise gehen wird, nehmen wir unsere Körper mit in die Unterhaltung hinzu. Dafür bitte ich dich in der Regel dich auf den „Behandlungstisch“ zu legen, und zwar so wie du da bist, mit all deiner Kleidung, oder dich einfach mit deiner Aufmerksamkeit auf deinen Körper zu lenken. Es kann auch sein, dass wir uns im Raum bewegen oder bestimmte Themen im Raum aufstellen oder Situationen nachspielen.

Während wir unsere Unterhaltung weiterführen beziehen wir also verschiedene Körperteile und deine Empfindungen für diese mit in unsere Unterhaltung ein. Das können z.B. deine Schultern, Arme oder Beine sein. Wie fühlen die sich heute an? Was passiert, wenn du bewusst dort hin atmest? Wo sitzen Verspannungen und wo ist es beweglicher? Ich lenke während unserer Unterhaltung immer wieder den Fokus auf deinen Körper, so dass dieser Teil des Geschehens wird. Ich bitte dich auch z.B. tiefer zu atmen, zu verschiedene Körperstellen hinzufühlen und mir zu beschreiben was du wahrnimmst.

Je nach Thema kann der Fokus auf unterschiedlichen Aktivitäten liegen.

Wichtig für uns ist, eine Unterhaltung zu führen, in der dein Körper mit all seinen Empfindungen gehört werden kann. Je nachdem was er zu zeigen hat, können Sitzungen laut und ausdrucksstrak oder still und eher subtil ablaufen. Oft findet eine Mischung statt und der Wechsel passiert innerhalb weniger Sekunden. Als geschulte Beobachterin passe ich meine Aktivitäten stetig an das an, was gerade in Kontakt kommen möchte und biete dir so Resonanz. Dies kann z.B. auch dadurch stattfinden, dass ich dir meine Wahrnehmung mitteile oder dir weitere Perspektiven auf deine Thematik anbiete.

3. Abschluss und Fazit: Was das Richtige für dich ist, weißt du am besten.

Am Ende der Sitzung lasse ich dich für 2-3 Minuten in Stille entspannen. So hast du Zeit das Erlebte nachzuspüren und deine persönlichen Schlüsse daraus zu ziehen. Danach setzten wir uns nochmal kurz zusammen für einen gemeinsamen Abschluss. Hier hast du auch die Möglichkeit mir Fragen zu stellen, falls noch etwas im Prozess aufgetaucht ist. Mit einem kurzen Fazit schließen wir die Sitzung.